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Gin hilft gegen Heuschnupfen? Warum wir immer wieder auf solche Irrtümer reinfallen!

Eine neue Studie soll belegen, dass Gin gegen Heuschnupfen hilft. Das ganze Netz hat geteilt, was ZEITjUNG oder InStyle und viele andere berichtet haben. Müssen Heuschnupfler einfach Gin trinken und alles wird gut? Natürlich nicht – alles Quatsch, wie man mit wenigen Klicks herausfinden kann. Ein klassischer Fall von „Fake-Food-News“, ein Phänomen, bei dem Essen oder Trinken fälschlicherweise eine bestimmte Wirkung zugeschrieben wird. Und ein Problem, mit dem wir uns beschäftigen müssen. Wie wurde eine News zur „Fake-Food-News“? Histamin soll  Symptome von Allergikern verstärken, so die britische Organisation Asthma UK, auf deren Studie sich die Medien gestürzt haben. Anders als Wein und Bier enthält Gin wenig bis gar kein Histamin. Wer also unter Heuschnupfen leidet, könnte nicht ganz so arm dran sein wenn er zum Gin greift, statt ein Feierabendbier zu schlürfen. Soweit der Sachverhalt. Daraus wurde im Reaktionsprozess der Klick-geilen Medienindustrie: „Gin hilft gegen Heuschnupfen“. Das ist eine starke Headline. Nur leider falsch. Nur wenige Medien haben sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt. Die Kollegen bei jetzt.de haben diese Fake-Food-News auseinander genommen. Leider sind …

Helft dem „Versteckten Zucker“ aus der Arbeitslosigkeit – er würde alles tun, wirklich alles!

Zucker zu finden, ist heute brotsimpel. Als Gesamtzuckergehalt steht Zucker aufs Gramm genau in der Nährwerttabelle von Pesto und Krautsalat.  Während sich die Gesellschaft über so viel Transparenz freut, wird einer dabei vergessen: Mein Freund, der „Versteckte Zucker“. Er kann sich nicht länger verstecken und Konsumenten erschrecken. Seine Karriere als heimlicher Dickmacher und Protagonist von Clickbait-Artikeln ist damit zu Ende. Er ist arbeitslos und auf Jobsuche. Bitte helft dem „Versteckten Zucker“ einen Job zu finden Er braucht unsere Hilfe. Als bei Foodwatch eine Stelle in der Pressearbeit frei wurde, hat er sich beworben. Erfolglos, obwohl er so gut gepasst hätte: Panikmache zählt zu seinen Kernkompetenzen. Er würde alles tun – und das für kleines Geld. Rasen mähen für eure Oma, Möbel von Ikea aufbauen, Hunde sitten oder euer Unternehmen als CEO leiten. Er ist ein Multitalent mit solider Ausbildung und einem geilen Lebenslauf, hochmotiviert und sich für nichts zu schade – er würde sogar „was mit Medien“ machen: Ihr findet ihn auch auf Xing, eine Dokumentation habe ich auch über ihn gemacht. Der „Versteckte Zucker“ …

Liebe Einkommensschwache, wollt ihr noch mehr Bevormundung?

Wie unsere Fertigpizza schmeckt, wie viel Salz auf einer Brezel ist, das bestimmt ab morgen niemand anderes als der Staat. Den Eindruck muss man bekommen, wenn man diesen Artikel auf Bild.de gelesen hat. Wollen wir uns diese Bevormundung gefallen lassen? Nein! Hier ein Brief voller Solidarität mit allen Bürgerinnen und Bürgern die im Interview auf Bild.de hochnäsig als „einkommensschwache Bevölkerungsschicht“ bezeichnet und durch eine staatliche Umerziehung bevormundet werden sollen: Lieber Herr Schmidt, Deutschland ist zu fett, und die Einkommensschwachen sind schuld. Das sagen Sie nicht direkt, scheinen es aber zu meinen, wen man liest, wie Sie auf Bild.de („Das will Minister Schmidt uns vom Teller nehmen“) zur Strategie für die Reduktion von Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten interviewt werden. Als Zielgruppe (das sind die, für die Sie sich so hart abarbeiten in stundenlangen Meetings) haben Sie die „einkommensschwache Bevölkerungsschicht“ im Auge. Das ist arrogant, aber aus Ihrer Sicht auch logisch: Wer fett ist, belastet das Gesundheitssystem und kostet den Staat ein paar Euro. Den „Einkommensschwachen“ kann man das Geld gar nicht mehr abknöpfen, die …

Mythos „versteckter Zucker“ – zwischen Schlagzeile und Kennzeichnung

Warnungen vor verstecktem Zucker machen immer wieder Schlagzeile. Die Empörung ist groß, wenn „versteckter Zucker“ in Lebensmitteln „entdeckt“ wird. Ein merkwürdiges Phänomen, denn auf jedem Lebensmittel ist der Gesamtzuckergehalt in der Nährwerttabelle klar erkennbar. Die Angabe ist Pflicht. Jedes Gramm Zucker ist transparent gekennzeichnet. Warum singen also Besorgte trotzdem das Lied vom versteckten Zucker fröhlich weiter? Wer weiß das schon. Offensichtlich gibt es aber noch viel Aufklärungsbedarf. Was macht ein „Versteckter Zucker“, der nicht versteckt ist? Fangen wir doch damit an, einen Insider zu befragen. Wir haben den „Versteckten Zucker“ höchstpersönlich vor die Kamera bekommen. Unser exklusives Video zeigt diesen ominösen und ach so versteckten Zucker in aller Öffentlichkeit. Was er da so macht, wo ihn doch alle Welt ganz leicht erkennt und sein Schreckensdasein ein Ende hat? Esst, trinkt, bewegt euch – und alles wird gut! Ihr habt richtig gesehen. Er steht in der Fußgängerzone, verteilt Handzettel und schreit es in die Welt hinaus: „Esst, trinkt, bewegt euch – und alles wird gut!“ Anstatt „versteckten Zucker“ zu suchen, ihn in der Nährwerttabelle zu finden, …