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Ich habe einen Monat auf Runtastic verzichtet – das ist passiert

Verzicht ist wohl die neue Norm. Die einen verzichten auf Fakten, die anderen machen Challenges und verzichten auf bestimmte Lebensmittel. Ein durchaus sympathischer Social Media Manager von Runtastic hat einen Monat auf Zucker verzichtet und darüber gebloggt. Ich dachte mir, da verzichte ich doch mal einen Monat auf Runtastic.

Ein Leben ohne Runtastic – das habe ich gelernt:

1. Laufen geht auch ohne Runtastic

Ich bin trotzdem gelaufen, aber ohne Runtastic. Und ich habe es sehr genossen! Die frische Luft, die Bewegung, mein Rhythmus. Ohne App bin ich ganz bei mir, bei meiner Atmung und nicht bei irgendwelchen Zahlen. Es geht auch ohne App.

2. Meine Runtastic Status-Updates vermisst keiner

Kein Runtastic, keine Facebook-Status-Updates über meinen täglichen Halbmarathon. Ich habe meine Facebook-Freunde schon einen Monat nicht mehr durch meine sportlichen Leistungen an ihre Unsportlichkeit erinnert. Sie danken es mir still und leise mit Schweigen. Jedenfalls hat mich keiner gefragt, wo denn meine Fitness-Updates bleiben.

3. Ich kann mich auch anders motivieren

Runtastic will mich immer motivieren. Mich anstupsen, positiv bestärken. Die Statistiken appellieren an den Selbstoptimierer in mir – schneller, weiter, besser. Aber ich habe gemerkt, es geht auch anders. Ich kann das selber.

4. Ich bin schneller geworden, auch ohne „Fitness-Analyse“

Wie haben sich die Athleten nur in der Antike verbessert ohne App, Statistiken und dergleichen? Wie konnte Karate Tiger nur ohne App den Jean Claude van Damme besiegen? Karate Kid hatte Mister Miyagi. Aber ich? Ich hatte mich und meinen Verstand. Und das hat auch ganz gut funktioniert. Ein Fuß vor den andern, und das immer schneller. So schwer wie ich immer dachte ist das gar nicht.

5. Mein Gewicht passt mir immer noch

Auch ohne Runtastic habe ich genascht und Törtchen gebacken. Gleichzeitig habe ich wie immer auf eine ausgewogene Energiebilanz geachtet. Alles kein Problem. Alles entspannt. Die Skinny Jeans passt weiterhin.

Wie geht es weiter? Klar kann man eine App wie Runtastic nutzen. Ich glaube nicht an die Miesepeter die meinen, dass die ganze Selbstoptimierungsindustrie mit ihren Apps, Ratgebern und reißerischen Headlines nur an unsere Daten will, um sie zu verkaufen und zu Gold zu machen. Aber werde ich Selbstoptimierungsapps kritischer gegenüberstehen und ihre Wirkung auf mich beobachten? Ganz, ganz sicher.