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Vorsicht Zucker? Vorsicht vor absurden Vergleichen!

Astrophysiker Harald Lesch hat in seiner aktuellen ZDF-Sendung von Leschs Kosmos Zucker mit Drogen verglichen. „Charlie und die Schokoladenfabrik“ erst ab FSK 18? Ich bin schockiert, ich bin empört. Eigentlich mag ich den Lesch und seine Sendung. Die war allerdings ein Griff ins Klo, denn Zucker macht nicht süchtig.

Zucker mit Drogen zu vergleichen, ist nicht nur wissenschaftlicher Humbug oder völlig absurd. Nein, dieser Vergleich ist ethisch und moralisch ein Desaster! Dieser Vergleich verhöhnt Mitmenschen, die ein echtes Suchtproblem haben und versuchen, dem Teufelskreis aus Heroin, Koks, Crystal Meth zu entkommen. Damit hat Leschs Kosmos Mitmenschen getreten, die am Boden liegen. Das macht man nicht.

Und noch weiter gedacht: Wer Zucker ernsthaft mit Drogen vergleicht, kriminalisiert jeden, der an der Herstellung von Lebensmitteln beteiligt ist. Von der Kuh (Milchzucker), über den Obstbauern bis zum Törtchen-Bäcker. Leschs Kosmos kriminalisiert den Zuckerrübenbauern, den Sternekoch sowie Eltern, die ihren Kindern ein Müsli zu essen geben. Bald ist wieder Ostern. Leschs Kosmos kriminalisiert mich, wenn ich mir ein Schokoladenosterei vornehme. Leschs Kosmos kriminalisiert den Osterhasen.

Es ist traurig zu sehen, wie sich ein gestandener Astrophysiker von der Anti-Zucker-Hysterie anstecken lässt. Es ist tragisch, dass jemand auf simples Zucker-Bashing reinfällt, der in seinen Sendungen sonst Chemtrails und Mythen entlarvt. Leschs Kosmos war dieses Mal mehr Astrologie als Astronomie.